Konzept

Elterninitiative Neuhausen e.V.
Rappelkiste I und Rappelkiste II

Einführung Pädagogisches Konzept 
Wichtige Informationen von A-Z
Stand: Oktober 2016

Konzept als Download

Einführung

Stadtteilbeschreibung

Neuhausen ist ein sehr familienfreundlicher Stadtteil mit einem hohen Kinderanteil. Es bestehen einige wunderschöne Grünflächen für Kinder wie der Grünwaldpark, der Schlosskanal hinführend zum Nymphenburger Schlosspark und andere nahe gelegene Ziele, wie z. B. der Olympiapark, ein Abenteuerspielplatz und das Dantebad. Durch die U-Bahnstrecke der Linie U1 sowie die Straßenbahnlinie 12 und das nahe gelegene „Zentrum“ Neuhausens, der Rotkreuzplatz, ist der Kindergarten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Der Kindergarten liegt inmitten des großflächig angelegten Waisenhausgeländes mit Kinderspielplatz, Schlittenhügel und sehr viel Grünfläche. Die Rappelkiste I befindet sich im ehemaligen Waschhaus, welches denkmalgeschützt ist, die Rappelkiste II im Hauptgebäude des Waisenhauses.

Entstehung des Kindergartens

Die Elterninitiative Neuhausen e.V. wurde mit viel Einsatz und Engagement von Eltern einer vorher bestehenden Spielgruppe initiiert. Im September 1995 schlossen sich 30 Familien mit Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren zur Gründung des Vereins zusammen. Im Januar 1996 wurde mit der ersten Kindergruppe in einem im Waisenhaus angemieteten Raum begonnen. In der ersten Kindergruppe wurden anfangs 8 Kinder im Alter von 1,5 bis 3 Jahren betreut, und der Kindergarten bekam den Namen Rappelkiste I. Im Juni 1998 wechselte er durch das Anmieten neuer Räumlichkeiten in das Waschhaus des Waisenhauses. Der ursprüngliche, im Mitteltrakt des Waisenhauses gelegene Raum wurde auch weiterhin gemietet, woraus sich eine neue Kindergartengruppe, die Rappelkiste II, entwickelte. Die Elterninitiative Neuhausen e.V. besteht durch zusätzliche Erweiterungen heute aus folgenden Gruppen:

Rappelkiste I: 14 Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren

1 Erzieherin / 1 Kinderpflegerin – Mo – Fr 8h bis 16h

Rappelkiste II: 14 Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren

1 Erzieherin / 1 Kinderpflegerin – Mo – Fr 8h bis 16h

Finanzierung

Wir werden nach dem BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und
-betreuungsgesetz) und nach dem EKI-Modell (Eltern-Kind-Initiative-Fördermodell) gefördert, darüber hinaus finanzieren wir uns über unsere monatlichen Mitgliedsbeiträge. Bei Inkrafttreten eines Betreuungsvertrages ist eine Kaution in Höhe von 2 Monatsbeiträgen zu entrichten. Dieser Betrag wird nach Ablauf des Betreuungsvertrages zurückbezahlt. Die oben beschriebene Regelförderung kommt direkt dem Verein zugute, es besteht aber auch die Möglichkeit, eine direkte Förderung durch das Stadtjugendamt für den Mitgliedsbeitrag zu beantragen. Wir freuen uns über Spenden; entsprechende Spendenbelege können vom Verein ausgestellt werden.

Elternmitarbeit

Die Elterninitiative Neuhausen e.V. ist ein eingetragener Verein, dessen Zweck die Förderung der Kindererziehung durch die Errichtung und den Unterhalt von einer oder mehreren Kindertagesstätten im Rahmen der Familienselbsthilfe ist. Die Mitgliederversammlung tritt 1 x jährlich zusammen und wählt den Vorstand, der aus mindestens 4 gleichberechtigten Mitgliedern besteht, die laufenden Geschäfte des Vereins führt und die Funktion als Arbeitgeber erfüllt. Dabei wird darauf geachtet, dass zumindest jeweils ein Elternteil der Rappelkiste I und II im Vorstand vertreten ist. Die Eltern sind als Mitglieder des Vereins für dessen Förderung und Erhaltung mitverantwortlich. Die Mitarbeit der Eltern ist ein wichtiger Bestandteil für den gesamten organisatorischen Ablauf des Kindergartens. Grundsätzlich setzen wir in unserer Elterninitiative eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Erzieherinnen voraus. Dabei ist uns besonders der enge Kontakt zwischen Eltern und Betreuerinnen wichtig, der durch einen regelmäßigen und persönlichen Austausch über das Kind gefördert wird. Ein großes Aufgabengebiet der Eltern / Vorstände umfasst den Finanz- und Personalbereich (u. a. die Antragsstellung gegenüber der Stadt München, die Überwachung der planmäßigen Mittelverwendung mit den entsprechenden jährlichen Verwendungsnachweisen, Durchführung von Überweisungen, laufenden Personalangelegenheiten etc.). Zu den weiteren Aufgaben gehören u. a. der Kontakt zum Waisenhaus, die Regelung der Betreuungsplatz-belegung/Warteliste, laufende Einkäufe für die Gruppen sowie die Organisation von Urlaubs- und Krankheitsvertretungen. Diese Vertretungen werden meist von einer Aushilfskraft übernommen. Sollte es auch hier zu einem Engpass kommen, werden Elterndienste organisiert.

Um den Austausch zwischen Eltern und den Betreuerinnen zu fördern, gibt es sowohl beim Bringen als auch beim Abholen, aber auch bei regelmäßig stattfindenden Einzelgesprächen Gelegenheit für persönliche Worte. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen von den Betreuerinnen angebotenen wöchentlichen Termin durch vorherige Anmeldung zu nutzen. Elternabende finden regelmäßig im Abstand von 6 Wochen statt und dienen sowohl dem Austausch zwischen den Eltern und dem pädagogischen Team, als auch dem Austausch der Eltern untereinander, was selbstverständlich eine Teilnahme aller Eltern erfordert. Von jedem Elternabend wird von den Eltern ein Protokoll erstellt, das anschließend an alle verteilt wird. Ab und an werden Themenelternabende organisiert, die von dem pädagogischen Team, den Eltern oder externen Referent/innen gestaltet werden. Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres erstellen die Eltern gemeinsam beim Elternabend eine „Jobliste“, wobei die entsprechenden Aufgaben an alle Eltern verteilt werden.

Jedes Jahr im September findet ein gemeinsamer Elternabend der Elterninitiative Neuhausen e.V. statt.

Umsetzung des Schutzauftrages

Natürlich liegt uns der Schutzauftrag der uns anvertrauten Kinder am Herzen. Zudem wird der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung seit dem 1. Januar 2012 als eine gemeinsame Aufgabe von öffentlichen Trägern (Jugendamt) und den freien Trägern (Elterninitiative Neuhausen e.V.) verstanden (§ 8a SGB VIII) und im Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) festgeschrieben.

Bestehen wichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung sind gesetzlich vorgeschriebene Schritte einzuleiten. Außerdem sind die Träger einer Einrichtung der Stadt gegenüber beweispflichtig, dass sie das Kindeswohl gewährleisten (§ 45 SGB VIII). Zusätzlich wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Beschwerden zu äußern (z. B. Kinderkonferenz).

Das Kinderschutzkonzept der Elterninitiative München e.V. ist in einem eigenen Dokument beschrieben. Hier sind unter anderem die 10 wichtigsten Kinderrechte angeführt sowie gesetzliche und strukturelle Maßnahmen, die pädagogische Konzeption und das Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung.

Das pädagogische Konzept

„Erkläre mir – und ich vergesse.

Zeige mir – und ich erinnere.

Lass` es mich tun – und ich begreife.“

(Konfuzius)

Die Elterninitiative Neuhausen e.V. stellt eine Einrichtung dar, die Kinder von 2,5 Jahren bis zur Schulreife in ihrer Entwicklung begleiten und fördern möchte.

Die Grundlage unserer Arbeit ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan.

Das Kind ist von Natur aus neugierig und will viele Dinge ohne die Hilfe von Erwachsenen tun. Es will die Welt entdecken und gibt sich nicht mit vorgefertigten Lösungen ab. Dabei lernt es auch durch Fehler, seine Stärken und Schwächen besser einzuschätzen und übernimmt Verantwortung für sich und andere. Unsere Initiative versteht sich als eine familienergänzende Bildungs-Einrichtung, in der wir Kindern die Möglichkeit geben, unter Kindern zu sein, gemeinsam zu spielen und zu lernen. Darüber hinaus ist unsere Einrichtung auch ein Ort, an dem die Kinder Individualität und Selbstständigkeit, aber auch soziale Umgangsformen in der Gemeinschaft erlernen sollen. Er bietet kindgemäße Bildungsmöglichkeiten an, gewährt allgemeine und erzieherische Hilfen und berät die Eltern in Erziehungsfragen.

Gesellschaftliche Veränderungen – neue Anforderungen

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich das traditionelle Familienbild grundlegend gewandelt. Große gesellschaftliche Veränderungen von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und damit verbundene Veränderungen der Arbeits- und Lebenswelten, zunehmende Trennungen der Eltern und damit oft Verlust eines Elternteils, das Entstehen von Patchwork- und Teilfamilien erfordern mehr denn je eine Stärkung der kindlichen Persönlichkeit, um jene Kompetenzen zu erwerben, die das Kind befähigen, mit Belastungen und Veränderungen konstruktiv umzugehen. Diese Fähigkeit wird als Resilienz bezeichnet, ist nicht angeboren und muss sich in förderlichen Umweltbedingungen (sozialen Beziehungen) entwickeln. Resilienz wirkt als schützender Puffer gegen schädliche Einflüsse auf das seelische Gleichgewicht, sie federt Stressbedingungen ab und macht weniger verletzbar, erhält gesund und sichert ein produktives und erfülltes Leben.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Für den Erwerb von menschlichen Stärken ist die Entwicklung von Basis- Kompetenzen unser oberstes Ziel. Sowohl personale Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung und kognitive Kompetenzen als auch die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und die Bildung von einem gesunden Wertegefühl sind Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit. Übergänge von Familie zu Kindergarten und von Kindergarten zur Schule gestalten wir gezielt mit bestimmten Aktivitäten und unterstützen hierbei auch die Eltern, an die in den verschiedenen Phasen sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt werden.

Eingewöhnungszeit

Jedes Kind braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, wenn es neu in einen Kindergarten kommt. Je nach Alter und Vorerfahrung werden die Kinder zusammen mit den Eltern langsam an die Abläufe in den einzelnen Gruppen herangeführt. Diese Eingewöhnungszeit mit den Eltern dauert einige Tage bis Wochen. Jedes Kind absolviert vor der eigentlich beginnenden Zeit Besuchstage in der Gruppe. So hat es die Möglichkeit, alle Abläufe schon einmal kennen zu lernen.

Für die Rappelkiste I und II wird anfangs meist eine Kindergartenzeit von 2 Stunden vereinbart (9 – 11 Uhr), die dann langsam bis zum Mittagessen ausgedehnt wird. Wie lange diese „kurze“ Kindergartenzeit dauert, hängt vom jeweiligen Kind ab. Grundsätzlich ist es möglich, die Kinder zwischen 12.30 – 13 Uhr und dann wieder ab 13.45 – 16 Uhr abzuholen. Bis die neuen Kinder wirklich in die Gruppe integriert sind, können 4 – 6 Wochen, manchmal auch längere Zeit, vergehen. In Gesprächen informieren wir die Eltern über die Fortschritte der Kinder.

Der Tagesablauf der Rappelkiste I und II

8 Uhr  Bringzeit zwischen 8 und 9 Uhr. Begrüßung der Kinder, Freispiel, Kontakt zu den Eltern, Freie Angebote
9 Uhr  Ende der Bringzeit, Beginn der Kernzeit. Morgenkreis
9.30 / 10 Uhr 

 

Brotzeit
10 / 10.30 Uhr Gruppen- oder Kleingruppenbeschäftigung, Angebote zum Rahmenthema, Projekte
11 Uhr 

 

Aufräumen, Rausgehen in den Garten, Grünwaldpark oder zum Kanal
12 Uhr  Mittagessen und Zähneputzen
13 Uhr  Mittagsruhe, stille Beschäftigung
14 Uhr Basteln, malen oder rausgehen.Ende des Kindergartens um 16 Uhr

 

Spiel – und Bastelangebot

Für die Entwicklung der Eigenaktivität braucht das Kind sowohl das zielgerichtete als auch das freie Spiel ohne Vorgaben und Regeln. Im Rahmen eines bestimmten Themas, das meist über 4 – 6 Wochen bearbeitet wird (z. B. unser Stadtteil, unser Körper, Gefühle, Jahreszeiten begleitendes Thema etc.), bieten wir regelmäßig Spiel-und Bastelangebote an. Uns ist dabei besonders wichtig, dass die Kinder ihre Bastelarbeiten zum Großteil alleine bewältigen und auch ihre eigene Kreativität einbringen können. Jedes Kind hat eine Malmappe, in der die Bilder der Kindergartenzeit gesammelt werden.

Sehr wichtig ist uns auch die morgendliche Freispielzeit. Das Kind plant das Spielgeschehen selbst, alleine oder in Gemeinschaft mit anderen Kindern. Während dieser Zeit können alle Kinder auch in der Bastelecke malen und basteln. Stifte, Kreiden und Bastelmaterial sind hierbei allen Kindern frei zugänglich.

 

Wöchentliche Angebote

Musische Erziehung – Wir singen jeden Tag im Kindergarten, üben immer wieder neue Lieder, solange bis wir sie alle gut singen können. Mit Instrumenten aus dem Orff-Instrumentarium begleiten wir Lieder und die größeren Kinder besuchen auch regelmäßig die Instrumentensammlung im Stadtmuseum oder dem Gasteig. Zudem besuchen wir regelmäßig Kinderkonzerte. Ein Highlight für die Vorschulkinder ist eine Führung durch die Münchner Staatsoper einmal im Jahr.

Bewegungserziehung – Wir gehen jede Woche, meist in zwei Gruppen, in die Turnhalle des Waisenhauses. Wir teilen die Gruppe in „Kleine“ (3 – 4-Jährige) und „Große“ (5 – 6-Jährige). Das hat sich sehr bewährt, da auf den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder besser eingegangen werden kann und alle mehr Platz haben. Wir spielen viele Reaktionsspiele und bieten eine Fülle von spielerischen Übungen für die Bewegungsentwicklung an.

Wir legen nicht nur Wert auf die Schulung der motorischen Fähigkeiten, sondern wollen den Kindern auch Freude an der Bewegung vermitteln. Wir bieten regelmäßige Yoga-Einheiten, Bewegung mit Musik und Rhythmikstunden an. Wir arbeiten mit Bällen, Reifen, Säckchen, Tüchern und vielem mehr, und benützen die in der Turnhalle vorhandenen Geräte wie Langbänke, Pedalos und Matten.

Medienerziehung – Wir lesen jeden Tag Bücher vor. Abgesehen vom Unterhaltungswert ist für uns das Vorlesen ein wichtiger Baustein, um Kindern Freude an der Kommunikation zu vermitteln. Das Zuhören erfordert Geduld und Aufmerksamkeit und der anschließende Austausch über das Gehörte fordert die Kinder auf, die eigenen Gefühle, Gedanken und Erlebnisse sprachlich mitzuteilen. Auch Fingerspiele und Reime tragen zur gezielten Sprachförderung bei. Mittags dürfen die Kinder in der Mittagspause ein kleines Hörspiel anhören.

 

Stuhlkreis/Versammlung

Jeden Morgen findet ein gemeinsamer Stuhlkreis/Versammlung statt. Hier kommen alle das erste Mal am Tag zusammen, die Kinder werden gezählt, wir machen Fingerspiele, Kreis- und Bewegungsspiele, singen und üben das Datum (Wochentage und Monate, Jahreszeiten, Wetter etc.). Während des Stuhlkreises können keine Kinder in den Kindergarten gebracht werden, da durch verspätete Kinder der Ablauf zu sehr gestört wird. Nach Beendigung des Stuhlkreises besteht noch einmal die Gelegenheit, die Kinder in den Kindergarten zu bringen. Trotz festen Programms nehmen wir uns die Freiheit, bei Bedarf auch einmal den Tagesablauf zu ändern.

Kinderaufgaben/Dienste

Es gibt im Laufe des Tages bestimmte Aufgaben, die an die Kinder verteilt werden. Am Morgen darf ein Kind alle Kinder im Stuhlkreis zählen, zwei Kinder bilden den Garderobendienst, es gibt einen Tischdienst, der Besteck, Teller und Becher verteilt und mittags nach dem Essen einen Helfer/in, der/die die Betten macht. Die Kinder übernehmen diese Aufgaben sehr gerne, jedes Kind kommt regelmäßig an die Reihe.

Aufräumen/ Ordnung

Im Kindergarten gehört es dazu, dass die Kinder mit aufräumen. Wenn ein Kind etwas gespielt hat, z. B. Puzzle, Knete, Steckspiel, Bauecke etc., dann muss es aufräumen, bevor es sich etwas Neues zum Spielen aussucht. Im Kindergarten ist alles übersichtlich aufgeteilt. Jeder Gegenstand hat seinen Platz und die Kinder lernen den Kindergarten mit seinen Spielsachen sehr schnell kennen. Es gehört auch für die Kinder dazu, aufzuräumen, Ordnung zu halten und mit den Sachen achtsam umzugehen. Sollte etwas schwierig aufzuräumen sein (große und schwere Gegenstände), dann helfen wir natürlich mit. Wir achten darauf, dass jedes Kind einen privaten Platz für Bilder, Bastelarbeiten und gefundene Sachen hat.

Streit- und Konfliktbewältigung

In jedem Spiel entsteht auch hin und wieder Streit aufgrund der verschiedenen Interessen und Eigenheiten der Kinder. Immer wiederkehrende Konflikte und Streitsituationen gehören zum Alltag, ebenso wie Spaß und Freude am Spiel.

Wenn wir Konflikte zwischen den Kindern bemerken, beobachten wir sie, greifen aber erst ein, wenn die Kinder nicht in der Lage sind, den Konflikt selbst zu bewältigen. Es ist nicht immer leicht, als Beobachter daneben zu stehen, aber wir sehen dies als Chance für die Kinder, ihre Streitereien selber zu schlichten und Konfliktfähigkeit zu erlernen. Besonders wichtig ist uns dabei, einen Konflikt nicht grundsätzlich negativ zu bewerten und allen Kindern unvoreingenommen zu begegnen.

Gemeinsames Essen

Das gemeinsame Essen (Frühstück und Mittagessen) ist ein fester und wichtiger Bestandteil im Tagesablauf. Wir wollen nicht nur Nahrung zu uns nehmen, sondern das Essen genießen, mit den Kindern sprechen und eine schöne und gemütliche Essenszeit haben. Wir decken gemeinsam den Tisch, beginnen mit einem Tischspruch und dann wird das Essen verteilt. Mittags beziehen wir das Essen von einem Catering-Service, wobei es immer eine Vorspeise oder Nachtisch und eine Hauptspeise gibt. Wir fangen gemeinsam an und bleiben bis zum Ende gemeinsam sitzen und räumen dann ab. Bei der Brotzeit unterhalten wir uns mit den Kindern und beim Mittagessen ist „Flüstersprache“, das bedeutet, dass die Kinder sich leise unterhalten dürfen. Da es den ganzen Vormittag über oft etwas lauter zugeht, wollen wir hier den Ohren auch mal eine Pause gönnen und natürlich soll auch das Essen nicht vergessen werden. Ab und an kochen wir gemeinsam mit den Kindern (Nudeln, Salate, Gemüsedip), was allen sehr viel Spaß macht. Das Essen soll eine angenehme Zeit sein und Freude bereiten.

Gefühlsoffenheit – Trösten und Kuscheln

Kinder brauchen einen Freiraum, um Gefühle zu zeigen. Wir helfen ihnen dabei, Gefühle ohne Reglement zulassen zu können, ohne Einschränkung eines Rollenbildes. Das Trösten von Kindern ist ein wichtiger Bestandteil bei der Erziehung eines Kindes, genauso wie das Kuscheln. Uns Betreuerinnen ist dies auch im Kindergarten sehr wichtig, Kinder einfach mal in den Arm zu nehmen, besonders auch in der Eingewöhnungszeit. Es gibt auch immer wieder Phasen, z. B. wenn ein Elternteil beruflich sehr eingespannt ist, wo die Kinder mal einen gefühlsmäßigen „Durchhänger“ haben. Wir gehen dann so auf die Kinder ein, wie sie es wünschen, d. h. wie sie auf uns zukommen. Wir streicheln ihnen über den Kopf, nehmen sie auf den Schoß, lesen mal alleine ein Buch vor oder spielen alleine mit dem Kind ein Spiel. Bei körperlichen Verletzungen trösten wir selbstverständlich und versorgen die Wunden. Wir muntern die Kinder auch auf, sich gegenseitig zu trösten, z. B. wenn sie hinfallen oder einfach mal nicht „ihr Tag“ ist. Wir reden viel über Gefühle mit den Kindern und selbst wir werden ab und zu von den Kindern getröstet, und das ist sehr schön.

Geschlechtersensible Erziehung

Für die Entwicklung der Geschlechtsidentität sind die Kindergartenjahre von besonderer Bedeutung. Kinder setzen sich in dieser Zeit besonders damit auseinander, was es heißt, ein Junge oder ein Mädchen zu sein. Wichtig ist für uns, dass ein Kind das andere Geschlecht als gleichwertig und gleichberechtigt anerkennt und die Unterschiede wahrnimmt und wertschätzt. Da wir als Frauen die Betreuung begleiten, reflektieren auch wir unsere Rolle und unsere Geschlechtsidentität. Wir bieten geschlechtsübergreifende Aktivitäten an, wie z. B. Rollenspiele für Jungen, Werken und Experimentieren für Mädchen sowie gleichgeschlechtliche Angebote, wie z. B. Turnen für Mädchen und Turnen für Jungen. Auch der Gruppenraum wird nach den verschiedenen Bedürfnissen gestaltet.

 

Das Personal

Unser Team setzt sich jeweils aus einer Erzieherin, einer Kinderpflegerin und einer gemeinsamen Springkraft zusammen. Zudem bieten wir Ausbildungsplätze für SPS-Praktikanten und Praktikantinnen und für Schüler und Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege an. Für die Planung und den Austausch über unsere pädagogischen Ziele treffen wir uns monatlich zum Teamgespräch. Hier werden die Rahmen- und Wochenpläne erstellt, Aufgaben verteilt und Termine abgesprochen.

Als Beobachtungsverfahren und zur Sprachstandserhebung arbeiten wir mit den Bögen SELDAK, PERIK und gegebenenfalls SISMIK. Die Beobachtungen werden dokumentiert und dienen als Grundlage für die jährlichen Elterngespräche. Falls wir Praktikanten haben, nehmen auch diese am Teamgespräch teil. Bei pädagogisch schwierigen Erziehungsfragen nimmt das Team die Hilfe von Fachberatungen in Anspruch. Regelmäßig nehmen die Betreuerinnen an Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen teil. Regelmäßig treffen sich die Teams der Rappelkisten I und II und der Vorstand zum Austausch. Dabei wird ein Protokoll erstellt.

Elterngespräche

Der Austausch zwischen Eltern und dem pädagogischen Team ist uns sehr wichtig. Dabei geht es darum, Informationen weiterzugeben, über Erziehungsfragen zu sprechen und sich über das Kind auszutauschen. Wir beobachten die Kinder sehr genau. Das Gruppenverhalten, die Eingliederung in die Gruppe, die Stärken und Schwächen des Kindes – all dies sind wichtige Themen, die wir in einem Elterngespräch besprechen. Dazu erwarten wir, dass selbstverständlich alle Eltern diesen Gesprächstermin wahrnehmen und beide Elternteile anwesend sind. Wir tauschen uns über das jeweilige Kind aus und berichten über unsere Beobachtungen. Eine gute Absprache zwischen Eltern und dem pädagogischen Team ist Voraussetzung für den Kindergartenablauf. Bei Fragen oder Problemen während des Kindergartenjahres kann jederzeit ein weiteres Elterngespräch vereinbart werden. Wenn das pädagogische Team ein Elterngespräch für erforderlich hält, wird individuell ein Termin mit den jeweiligen Eltern vereinbart.

Anregungen und Kritik

Wir freuen uns über Anregungen und auch Kritik. Wir haben zwar feste Tagesabläufe und Zeiten, dennoch wollen wir immer offen für neue Anregungen bleiben, wie etwa für spontane Ausflüge, neue Spiel- und Bastelideen. Wir versuchen dann, die gemachten Vorschläge in den Kindergartenablauf mit einzubauen und probieren auch gerne Neues aus. Zudem halten die Betreuerinnen ihre Augen offen, besuchen Fortbildungen, Seminare und informieren sich in den Medien. Auch Veränderungsvorschläge der Kinder nehmen wir gerne an, gehen darauf ein und versuchen sie mit den Kindern gemeinsam umzusetzen.

Projekte

 

Vorschule

Wir bieten in unserem Kindergarten für die Vorschulkinder in den Monaten September bis Juli ein Vorschulprogramm an. Diese Vorschule wird einmal in der Woche abwechselnd von einer Erzieherin aus der Rappelkiste I bzw. II abgehalten. So kommt meist eine Vorschulgruppe von etwa 8 Kindern zusammen. Die restlichen Tage leitet die Erzieherin in der eigenen Gruppe die Vorschule. Es gibt jedes Jahr im Herbst einen Elternabend für die Eltern von Vorschulkindern beider Gruppen, in dem die Eltern ihre Wünsche mit einbringen können.

Wir finden es wichtig, den Vorschulkindern besondere Aufgaben zu geben, an denen sie wachsen und reifen können, um so ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und selbstständig zu werden. Wir versuchen, ihre Konzentration zu schulen und zu üben, sich länger mit einer Tätigkeit zu beschäftigen. Die Vorschulkinder wachsen auch als kleine Gruppe eng zusammen, da alle in derselben Situation sind und sich gemeinsam auf die Schule vorbereiten. Wir bieten nicht das gewöhnliche Vorschulprogramm an wie z. B. Buchstaben nachzeichnen. Wir haben auch kein Vorschulheft als Richtlinie. Wir gestalten unsere Vorschule selbst und mit den Ideen der Kinder. Dabei lernen die Kinder Buchstaben und verschiedene Schriften kennen, lernen Nacherzählen, Zahlen und Mengen zuzuordnen. Nach Möglichkeit besuchen wir Ausstellungen, Museen und natürlich auch eine Schule und schnuppern in eine Schulstunde. Jedes Kind hat ein selbst gebasteltes Vorschulheft. In dieses malt es viel, klebt und füllt es mit Erlebnissen der Vorschulzeit. Die Kinder malen viele Mandalas und Lebensspiralen, die wir an die Fenster oder ins Vorschulheft einkleben. Wir arbeiten mit den Kindern mit verschiedenen Materialien wie z. B. Ton. Auch musikalisch versuchen wir Neues zu erlernen. Wir gehen in die Philharmonie, besuchen die Instrumentenausstellung im Stadtmuseum und entdecken die Bayerische Staatsoper. Wir hören mit den Kindern Geschichten, wie z. B. „Peter und der Wolf“. Wir machen Ausflüge z. B. zum Flughafen und sind offen für viele Ausstellungen und Angebote. Unter Aufsicht der Prophylaxe-Schwester der Stadt München machen die Kinder eine Zahnputzprüfung.

Im Schuljahr 2015/16 nahmen die Vorschulkinder an einem Kunstprojekt der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen teil. In der Graphischen Sammlung durften die Kinder mit einer Bildbetrachterin sehr unterschiedliche Kunstwerke einer gestifteten Sammlung betrachten und anschließend selbst aktiv werden. Aus den Bildern der Kinder entstand die Ausstellung „Alle wollen dasselbe Bild“, die in der Pinakothek der Moderne zu sehen ist.

Die Kinder mögen die Vorschule sehr und man merkt, welche großen Fortschritte sie in ihrem letzten Kindergartenjahr machen. Zum Abschluss basteln wir im Kindergarten gemeinsam die Schultüten für den ersten Schultag.

Gartengruppe

Durch das Anlegen von eigenen Hochbeeten als Fortführung der früheren Gartenbeete – erleben die Kinder beim Pflanzen oder Aussäen, Pflegen und Ernten von Obst und Gemüse einen unmittelbaren Bezug zu unbehandelten Nahrungsmitteln (ökologischer Anbau, Umgang mit Ressourcen).

Sie treffen sich regelmäßig, um die jahreszeitlichen Wachstumsphasen zu beobachten, zu fotografieren oder zu malen. Aber ganz besonders freuen sich alle Kinder auf die „große“ Ernte und die Verarbeitung der gesunden Lebensmittel. Die Kinder werden damit an eine gesunde Ernährung herangeführt.

Begleitet wird das Jahresprojekt durch kindgerechte Gartenbücher und Marktbesuche.

 

Ausflüge

Wir unternehmen viele Ausflüge mit den Kindern. Wir gehen beispielsweise in die Oper, in Konzerte, in verschiedene Theater, ins Museum, zum ix-quadrat (Uni München), in die Mühle, zum Bäcker etc.

Bauernhof

Einmal im Jahr fahren wir mit den Kindern für drei Tage und zwei Nächte auf den Bauernhof. In der Regel fahren alle Kinder ab dem 2. Kindergartenjahr mit. Die Kinder freuen sich jedes Jahr sehr auf dieses Ereignis. Die gemeinsamen Erlebnisse im Kuhstall, im Heustadl, bei den Pferden und im Wald werden noch Wochen später erzählt, und meistens entsteht aus dem Aufenthalt ein Bauernhof-Buch mit vielen Fotos und Geschichten. Natürlich gibt es auch mal Heimweh und Tränen vor dem Ins-Bett-Gehen, aber die Krisen – wenn sie einmal überwunden sind – tragen auch zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit bei. Und die Wiedersehensfreude nach dem Bauernhof-Aufenthalt ist natürlich groß.

Waldtage

Seit einigen Jahren veranstalten wir als festes Projekt jedes Jahr im Frühling die Waldtage im Nymphenburger Park. An diesen Tagen treffen sich alle am Eingang vom Nymphenburger Park. Von 8.30 – 13.30 Uhr verbringen wir diese Tage im Park mit dem angrenzenden Botanischen Garten. Es gibt viel zu entdecken. Jedes Jahr nehmen wir uns ein bestimmtes Wissensgebiet besonders vor, wie z. B. Baumarten, Vögel, kleine Blumen und Kräuter. Die Kinder laufen fast den ganzen Vormittag, erleben mit allen Sinnen das Leben im Wald und sammeln mit allen Sinnen Naturerfahrung.

Lernwerkstätten (Orte des Lernens und der Bildung)

Anhand von themenbezogenen Kästen können die Kinder selbstständig, im eigenen Tempo und den eigenen Fähigkeiten und Interessen entsprechend durch Ausprobieren lernen und ihr Wissen erweitern. Hierbei gibt es keine vorgegebene Form, sondern die Kinder können frei experimentieren und gestalten, z. B. mit Magneten, Gewichten, Sand, Buchstaben etc.

Moderne Medien und Umweltbildung

Mit Tablets zeigen wir Möglichkeiten auf, wie moderne Medien sinnvoll genutzt werden können. Die Kinder werden zu Pflanzen- und Tierforschern und dokumentieren dies mit Foto und Film. Fotos können hierbei auch kreativ/künstlerisch nachbearbeitet werden.

Es geht um die Sensibilisierung für die eigene unmittelbare Umwelt, sowie die Förderung des selbstständigen Umgangs mit den digitalen Medien. Aber auch der Schutz der Privatsphäre und der Umgang mit den digitalen Informationen werden altersgerecht thematisiert.

Unsere ehemalige Springkraft, Mitarbeiterin der Firma navama-technology for nature, bot von 2015-2018 im Rahmen einer Förderung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) regelmäßige Projekte für die Vorschulkinder an. Das Material wurde in dem von navama (navama.com) entwickelten digitalen Schaukasten „venGo Kids“ (vengokids.navama.com) veröffentlicht, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Sichtweisen von „Vielfalt“ zu präsentieren.

 

Kochen und Backen

Gerade im Nahrungsmittelbereich können die Kinder heute viele Zusammenhänge nicht mehr nachvollziehen. Milch kommt aus der Tüte, ganze Gerichte können bereits fertig gekauft werden und es wird weniger gemeinsam gekocht. Durch diese Entwicklung geht den Kindern ein Grundverständnis über die Produktion, Beschaffung, Zusammenstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln verloren.

 

Beim gemeinsamen Kochen erweitern die Kinder ihr Wissen über gesunde Ernährung, verarbeiten das selbst gezogene Gemüse und Obst aus den Hochbeeten und erlernen mathematische Grundkenntnisse durch das Abwiegen und Messen der Zutaten.

Die Handlungsplanung und das Verinnerlichen von Abläufen werden gefördert. Die Kinder erkennen durch eigenes Handeln die Notwendigkeit, Lebensmittel erst zu säubern, anschließend zu zerkleinern und zum Schluss weiter zu verarbeiten. Durch das Schneiden und Zerkleinern der Zutaten werden feinmotorische Fähigkeiten gefestigt. Nicht zuletzt wird auch die sinnliche Wahrnehmung durch das Probieren und Riechen von Zutaten angesprochen. Das gemeinsame Kochen, Austeilen und Einnehmen des Essens trägt zu einem positiven Gemeinschaftsgefühl bei, macht allen viel Spaß, schmeckt einfach besser und vermittelt Esskultur.

Zusätzlich zu den Festen im Jahresverlauf und zu themenbezogenen Projekten findet ein gruppenübergreifendes Kochen und Backen mit allen Vorschulkindern statt.

 

Spielzeugfreie Zeit

Von März bis Juli 2018 wurde in der Rappelkiste II das Projekt „Gib mir einen Karton und ich baue Dir ein Schloss“ durchgeführt, basierend auf dem Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“. Das zum Münchner Programm zur Suchtprävention gehörige Projekt wurde von einer Fachkraft der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, Pädagogisches Institut, begleitet. Die beiden Teams der Rappelkiste II und der Grissinis nahmen an mehreren Stunden einer Inhouse-Fortbildung teil, die Eltern wurden durch einen Elternbrief informiert und an 3 Elternabenden miteinbezogen und auf den neuesten Stand gebracht. Die 3 Monate der „Spielzeugfreien Zeit“ wurden durch schriftliche Aufzeichnungen, Fotos und Videoaufnahmen dokumentiert. Abschließend wurde ein 15-minütiger Film erstellt.

Der Ablauf des Projektes wurde mit den Kindern erarbeitet, fast alle reagierten sehr positiv darauf, waren neugierig und fanden es spannend. Es entstanden ohne das Spielzeug viele kreative Spiele, es wurde deutlich mehr kommuniziert, die Gruppe wuchs mehr zusammen. Am Ende waren alle der Meinung: Wir brauchen nicht mehr alle Spielsachen, jedoch auf manches freuen wir uns schon, wenn es wieder da ist. Wir werden das Projekt sicher wiederholen, vielleicht durch die gemachten Erfahrungen mit kleinen Veränderungen.

 

Wichtige Informationen von A – Z

 

A

Abholzeit

Entweder vor der Mittagspause um 12.30 – 13 Uhr oder ab 13.45 – 16 Uhr.

Abholliste

In jeder Gruppe gibt es eine Abholliste. Diese Information ist notwendig, wenn die Kinder abweichend von den Eltern abgeholt werden.

Adressliste

Gibt es jedes Jahr neu für alle Eltern.

Atteste

Bei schweren Krankheiten oder Kinderkrankheiten benötigen wir ein ärztliches Attest bei Wiedereintritt in den Kindergarten.

Aufnahmegebühr

Für das erste Kind: 100 €

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht beginnt mit der persönlichen Übergabe des Kindes an das Kindergartenpersonal und endet mit der Abholung durch die berechtigte Person. Die Erziehungsberechtigten können nach vorheriger Absprache die Abholberechtigung der einzelnen Personen bestätigen, wenn sie ihre Kinder nicht selbst vom Kindergarten abholen. Es gibt auch eine schriftliche Abholvollmacht für fremde Personen.

Ausflüge

Werden frühzeitig am schwarzen Brett bekannt gegeben, z. B. Museum, Kindertheater.

 

B

Bewegungserziehung

Wir gehen jede Woche in die Turnhalle des Waisenhauses. Dort können wir Reifen, Matten, Trampolin, Seile, Bälle und das Klettergerüst benutzen. Jedes Kind braucht dafür am besten Gymnastikschuhe und geeignete Kleidung.

Brotzeit

In der Rappelkiste gibt es wöchentlich wechselnde Elterndienste, bei denen sich die Eltern um die Brotzeit der Kinder für eine ganze Woche kümmern.

Bringzeit

8 – 9 Uhr

Bücherei

Wir gehen nach Möglichkeit regelmäßig zur Bücherei am Rotkreuzplatz. Wir haben einen Kindergartenausweis und die Kinder dürfen sich Bücher aussuchen.

D

Datenschutz

Schutz der Persönlichkeitsrechte des Kindes.

Die Informations- und Auskunftspflicht zum Datenschutz wird über eine Anlage zum Betreuungsvertrag, die für jedes Kind von den Sorgeberechtigten unterschrieben wird, sichergestellt. Grundsätzlich dürfen nur Informationen erhoben werden, die für die Erfüllung der Aufgabe notwendig ist. Die Datensicherheit wird gewährleistet, indem alle Unterlagen in abschließbaren Schränken aufbewahrt werden.  Sollten mehr personenbezogene Daten des Kindes der Eltern erhoben werden, als gesetzlich zulässig ist, muss hierfür eine gesonderte Einwilligung eingeholt werden (z.B. Fotogenehmigung siehe Kapitel 3).

Zusätzlich wird von jeder Person, die im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses / Ausbildungsverhältnisses / Praktikumsverhältnisses / eines Ehrenamtes im Verein tätig ist, eine „Verpflichtung zur Verschwiegenheit über vereinsinterne Angelegenheiten“, eingeholt.  Auf Grundlage insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) verpflichtet sich die genannte Person hiermit zur Sorgsamkeit und Verschwiegenheit in Bezug auf alle personenbezogenen Daten und Angelegenheiten, die sie im Rahmen dieser Tätigkeit verarbeitet bzw. über die sie Kenntnis erlangt.

 

E

Elternabend

Findet etwa alle 6 Wochen statt. Es gibt immer ein Elternabendprotokoll, das von einem Elternteil geschrieben wird. Jedes Jahr im September und bei Bedarf findet ein gemeinsamer Elternabend der beiden Gruppen der Elterninitiative statt.

Erreichbarkeit

Es ist dringend notwendig, dass wir ein Elternteil jederzeit erreichen können. Wir brauchen daher immer alle aktuellen Telefonnummern.

 

F

Feste

Wir feiern im Kindergarten Fasching, Ostern, Sommerfest, Erntedank, St. Martin, Nikolaus und Weihnachten. Natürlich auch alle Geburtstage. Das Sommerfest, St. Martin und die Weihnachtsfeier feiern wir zusammen mit den Eltern am Nachmittag.

Fortbildung

Die Betreuerinnen besuchen regelmäßig Fortbildungen zu verschiedenen Themen, z. B. zu Musikpädagogik, Natur-Erfahrung, Schrift und Zeichen, Elternarbeit, Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan, Montessori-Pädagogik, Familienarbeit, Gender.

 

G

Geburtstage

Werden gefeiert! Kuchen und Saft bringen die Eltern mit. Von uns gibt es Geburtstagslieder, einen kleinen „Thron“, den die Kinder schmücken, ein Geschenk und einen schönen Geburtstagstisch, Fotos….

Garten

Jede Gruppe bepflanzt und pflegt ein eigenes Hochbeet auf dem Waisenhausgelände. Die Kinder werden dabei von den Betreuerinnen und 2-3 Eltern beim Gießen und Unkraut-jäten unterstützt.

Gruppenstruktur

Bei der Aufnahme versuchen wir auf die Altersausgewogenheit zu achten sowie auf die Aufteilung zwischen Jungen und Mädchen.

 

H

Hausschuhe

Jedes Kind braucht Hausschuhe. Platz dafür ist in der Garderobe. Bitte Schuhe mit Namen versehen.

 

I

Impfausweis

Wir benötigen zum Kindergarteneintritt eine Kopie des Impfpasses von jedem Kind.

Informationen

In der Garderobe bzw. an der Zimmertüre werden wichtige Daten und Informationen ausgehängt, z. B. Wochenplan, Rahmenplan, Essensliste, Ausflüge etc. Bitte hier über Neuigkeiten selbst informieren!

Zusätzlich haben alle Eltern jeweils ein Fach (Hängeregister), in dem Rundschreiben, persönliche Post o.ä. liegen, in das sie bitte auch regelmäßig schauen!

Wichtige Infos werden auch als E-Mail an die Eltern geschickt.

 

K

Kaution bei Aufnahme

Einmalig 2 Monatsbeiträge (ohne Essensgeld).

Kleidung

Jedes Kind braucht Wechselkleidung, welche an der Garderobe ihren Platz hat. Bitte alles beschriften. Falls notwendig, Windeln und Feuchttücher mitgeben.

Kochen und Backen

Zu bestimmten Jahreszeiten, Festen oder Projekten besprechen und verarbeiten wir mit den Kindern regionale, meist selbstgezogene Lebensmittel.

 

Kooperation

Wir arbeiten mit den umliegenden Schulen und den Nachbar-Kindertagesstätten zusammen.

Krankheit

Bei Erkrankung des Kindes bitte bis 9 Uhr im Kindergarten anrufen und Bescheid geben. Wichtig auch bei ansteckenden Krankheiten! (Bei Fieber 1 Tag fieberfrei zu Hause bleiben).

L

Lernwerkstätten

Beide Gruppen verfügen über ein breites Angebot an Kästen mit unterschiedlichen Inhalten, z. B. Magnete, Zählgläser, Gewichte u. a. (s. auch unter ‚Projekte’).

M

Malmappe

Jedes Kind hat eine Malmappe in DIN A3.

Mittagessen

Wir bekommen das Mittagessen von einem Catering-Service geliefert.

Mitbring-Tag

Beim Mitbring-Tag dürfen die Kinder ein Spielzeug wie Spiel, Kuscheltier, Buch etc. mit in den Kindergarten bringen.

 

N

Namen

Alle Kleidungsstücke im Turnbeutel, Regenhose, Hausschuhe, Gummistiefel bitte mit Namen beschriften.

 

O

Öffnungszeiten

Wir haben Montag bis Freitag von 8 – 16 Uhr geöffnet.

P

Projektarbeit

Siehe Projekte wie Bauernhof, Vorschule, Waldtage, Garten, Kochen / Ernährung.

 

S

Schließzeiten

Geschlossen ist der Kindergarten jährlich nach Absprache beim Elternabend:

Weihnachten:           2 Wochen

Pfingsten:                  1 Woche

Sommer:                    2 Wochen

Rappelkiste I und Rappelkiste II stimmen ihre Schließzeiten untereinander ab. Die genauen Daten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Schulobst/Schulmilch

Wir bekommen jede Woche, außer in den Schulferien, kostenfrei das sogenannte Schulobst und seit 2018 auch noch die Schulmilch. Das ist ein von der EU finanziertes Programm. Sowohl das Obst/Gemüse wie auch die Milch, der Käse und der Joghurt sind Bio, der Jahreszeit entsprechend und aus der Region.

Schweigepflicht (Datenschutz)

Daten über die Eltern und ihr Kind, die uns bei der Anmeldung und während der Kindergartenzeit überlassen wurden, werden bei uns entsprechend dem Datenschutzgesetz verwahrt und nach einer vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist vernichtet.

Sprachzertifikat

Von Februar 2010 bis Mai 2011 hat unsere Einrichtung erfolgreich an dem Langzeitprojekt „Sprachberatung in Kindertageseinrichtungen“ teilgenommen. Träger des Projekts war das Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Dieses Beratungs- und Fortbildungsprojekt dient der Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Damit sollen Sprache als klassische und „Literacy“ als neue Bildungsaufgabe als durchgängiges Prinzip im pädagogischen Alltag verankert werden.

 

T

Teamgespräch

Die Betreuerinnen treffen sich monatlich zum Teamgespräch, in dem die Wochen- und Monatspläne erstellt werden sowie Beobachtungen (SELDAK, PERIK und gegebenenfalls SISMIK) über die Kinder ausgetauscht werden, aber auch Elternabende oder Elterngespräche vorbereitet werden.

 

U

Unfälle

Bei eventuellen Unfällen benachrichtigen wir sofort die Eltern. Dafür benötigen wir alle wichtigen Telefonnummern (Arbeit, Handy). Die Betreuerinnen belegen alle 2 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für 1. Hilfe am Kind.

 

V

Verein

Der Kindergarten wird getragen vom Verein Elterninitiative Neuhausen e.V. Vier Eltern gehören dem Vorstand an. Der Vorstand trifft sich regelmäßig mit den Teams der Rappelkiste I und II. Eine Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt.

Die Mitgliedschaft der Eltern endet bei Austritt des Kindes.

Mitgliedsbeitrag pro Elternteil: 25 € im Jahr.

 

Vorschule

Ein Vorschulprogramm findet von September bis Juli statt. Hier lernen und üben die Kinder verstärkt soziale Kompetenzen, Absprachen untereinander zu treffen, Regeln in der Gesprächsrunde, Verantwortung zu übernehmen, sich mit Gleichaltrigen auseinander zu setzen. Das Programm besteht aus Konzentrationsspielen, Gemeinschaftsarbeiten, einer Mischung aus Mal- und Schwungübungen, Vorschulturnen, Koordinationsübungen, Erstellen eines Vorschulheftes, Ausflügen, Musikerziehung, Schultüte basteln und eigene Aufgaben bewältigen, wie z. B. Tisch- oder Garderobendienst. Einmal wöchentlich findet das Vorschulprogramm in der großen Gruppe mit den Kindern der Rappelkiste I und II statt.

 

W

Website:

http://eltern-initiative-neuhausen.de/

http://rappelkiste-kiga.de/

Z

Zahnprophylaxe

Wir beteiligen uns am Zahnprophylaxe-Programm der Stadt München. Eine Zahnprophylaxe-Schwester besucht uns 3 x im Jahr und putzt mit den Kindern die Zähne. Wir putzen täglich mit allen Kindern nach dem Mittagessen und die Eltern verpflichten sich, eine gesunde Brotzeit mitzugeben bzw. kaufen gesunde Lebensmittel ein. Bitte keine Süßigkeiten und keinen Kaugummi in den Kindergarten mitgeben.

Elterninitiative Neuhausen e.V.

Gefördert von

der Landeshauptstadt München

und

dem Freistaat Bayern